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Wie Journalisten die Wahrheit mit einfachen Mitteln verdrehen, zeigt dieses Video, Titel:

"Erschreckend! So wappnen sich Bewohner des Problemviertels Duisburg-Marxloh gegen Flüchtlinge".

Der befragte Bürger lebt seit 1956 in Duisburg-Marxloh, wo seit Jahrzehnten Türken und Deutsche friedlich miteinander leben.
Auf die Frage des Reporters Christoph Asche, seit wann sich das geändert hat, antwortet der Bürger: „Seitdem die hier drinne sind!“

Der Bürger bezieht sich allerdings auf eingewanderte EU-Bürger, Sinti und Roma aus Rumänien und Bulgarien, die auch auf Anfrage der Stadt Duisburg für die von ihm benannten unhaltbaren Zustände verantwortlich sind.

Christoph Asche macht allerdings aus den EU-Bürgern geschickt implizit „Kriegsflüchtlinge“:
der Bürger behauptet, die von ihm angesprochene Gruppe habe teure Handys und teure Autos, wobei Asche die Frage stellt, ob „die ihre Handys nicht schon in ihrer Heimat hatten.“
Besagter Bürger bemerkt gar nicht, dass Asche damit auf die derzeitige Flüchtlingswelle verweist, obwohl der Bürger diese gar nicht meint.
Dem Bürger, der offensichtlich Angst vor den eingewanderten Neubürger hat und sich am liebsten, „mit einer Schrotflinte“ schützen will, unterstellt Asche schließlich Lynchjustiz.

Die einfache Bildung des Bürgers macht es dem Herrn Asche freilich bei der Herstellung seines Zerrbildes auch sehr einfach.

Christoph Asche gehört zu jener Art von Journalisten, die sich einen Dreck um Objektivität scheren, sondern nur als solche existieren, um Lügen zu verbreiten.
Durch Suggestivfragen, falsche Assoziationen und falsche Wortwahl gelingt es diesem
Schmierenjournalist sowohl seine Zuhörer als auch seinen Interviewpartner zum Narren zu halten.

Man nennt so etwas allerdings nicht „Journalismus“.

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Laut Wikipedia:


„Die Kubakrise im Oktober 1962 war eine Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Sowjetunion, die sich aus der Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen auf Kuba und der daraufhin erfolgten Drohung der amerikanischen Regierung unter Präsident John F. Kennedy entwickelte, sie werde nötigenfalls Atomwaffen einsetzen. Mit der Stationierung auf Kuba hatte die Sowjetunion auf die Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen vom Typ Jupiter in der Türkei reagiert.
Lösung des Konflikts
Die beiden Staaten vereinbarten folgende Bedingungen: Die Sowjetunion zieht ihre Raketen aus Kuba ab. Dagegen erklären die USA, keine weitere militärische Invasion Kubas zu unternehmen und in geheimer Absprache ihrerseits die amerikanischen Jupiter-Raketen aus der Türkei abzuziehen.[10] Der Abzug aus der Türkei findet etwas später und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um die NATO-Partner der USA nicht zu brüskieren und die Vereinigten Staaten als Sieger der Krise darstellen zu können.“

Wer möchte, der kann diese Ausführungen auch in der englischen Wikipedia nachlesen.
Die Kuba-Krise ist also nicht auf eine Aggression der Sowjetunion zurückzuführen, sondern
begann mit der US-amerikanischen Stationierung von Mittelstreckenraketen in der Türkei.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen stellt die Dinge allerdings wie immer auf den Kopf.

So das ZDF am 17.12.2014 in den heute-Nachrichten.:
Christian Sievers: “Nach einem halben Jahrhundert Funkstille und Eiszeit zwischen Kuba und den USA die überraschende Nachricht: beide Länder wollen wieder diplomatische Beziehungen miteinander aufnehmen. 1961 Höhepunkt der Kubakrise. Die Welt am Rand eines Atomkriegs. Sowjetmachthaber Chruschtschow stationiert auf Kuba Mittelstreckenraketen. US-Präsident Kennedy hält dagegen – mit einer Seeblockade.“

Wie immer, damit der Westen als Ort des Guten dargestellt wird, muss man eben lügen.

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Chongqing ist eine Stadt in China. Sie hat etwa 28 Millionen Einwohner und gilt als die größte Stadt der Welt.
Allerdings leben in dieser Stadt nur 350 Menschen auf dem Quadratkilometer. Das entspricht
etwas mehr als der Bevölkerungsdichte des beschaulichen Städtchens Xanten am Niederrhein.

Das hielt den ArteTV-Moderator Thomas Kausch nicht davon ab, in seiner Anmoderation zu einer Sendung über Chongqing am 25.8.2015 sein Erstaunen über diese Stadt auszudrücken. Wahrscheinlich weil er es nicht besser wusste.

Die Bevölkerungszahlen chinesischer Städte sind eigentlich eine Täuschung:
Chongqing hat eine Fläche von etwa 82.000 Quadratkilometern. Das entspricht in etwa der dreifachen Fläche Belgiens. Beide, Belgien und die "Stadt" Chonqqing haben ähnliche Einwohnerdichten, Belgien 364 Einwohner je qm, Chongqing eben die genannten 350.



In Chongqing passt die Stadt Berlin etwa zweiundneunzigmal hinein. Hätte Chongqing die Bevölkerungsdichte Berlins, sie hätte nicht 28 Millionen Einwohner sondern 318 Millionen Einwohner.


Fast alle "Millionenstädte" Chinas sind eigentlich Provinzen und deshalb sollte man vorsichtig sein, wenn man bei chinesischen Städte unsere Definition von „Stadt“ zugrunde legt.

Zum Vergleich: Moskau hat 11,5 Millionen Einwohner und ist flächenmäßig etwa 2,8 Mal so groß wie Berlin und hat etwa 3,8 Mal so viel Einwohner wie Berlin.

Peking ist flächenmäßig etwas kleiner als das Land Hessen. Die Fläche der Stadt Peking entspricht einem Quadrat mit einer Seitenlänge von 130 km! Dort leben etwa 20,6 Millionen Menschen. Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 1231 Einwohnern je Quadratkilometer. Das urbane Peking selbst hat etwa 11 Millionen Einwohner, etwa so viel wie das urbane Moskau. So dargestellt verliert die Stadt Peking ihren "Schrecken".

Millionenstädte in China sind also oft nichts anderes als die Zusammenfassung großer, meist bäuerlicher Landkreise mit einigen wenigen Stadtkreisen.

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Anfang Juli 2015 kursierte in diversen News-Portalen im Internet folgende Nachricht:
"Die USA sind die größte Bedrohung für den Westen. Da ist sich der kanadische Professor Michel Chossudovsky sicher. Er behauptet, dass die Amerikaner einen atomaren Erstschlag gegen Russland in Erwägung ziehen – was zwangsläufig zum dritten Weltkrieg führen müsse. Eine krasse These, für die der Kanadier jedoch Unterstützung von anderen Experten bekommt.

- Experten warnen vor möglichem Dritten Weltkrieg
- Nuklearer Erstschlag der USA gegen Russland befürchtet
- Die Welt steht an einem sehr gefährlichen Scheideweg”

Nun muss man nicht immer ernst nehmen, was einer sagt. Aber irgendwie komisch kommt einem das, was zur Zeit in der Welt so alles passiert, schon vor. Oder nicht?

Nachrichten wie die obige verbreiten ARD oder ZDF natürlich nicht. Schließlich sind Tagesschau und heute journal dazu da, Lügen und Propaganda zu verbreiten. Sie sind nicht dazu da, die Menschen aufzuklären. Weder über politische noch über ökonomische Zusammenhänge. Wo kämen wir denn da hin? Die Tagesschaumacher machen eben gerade nicht, was sie mit ihrem Buch "Die Tagesschau erklärt die Welt" vorgeben zu tun. (Im übrigen ist das Buch ein Schmarrn und selbst Propaganda!)

Außerdem: den meisten Menschen in Europa erscheint ein Atomkrieg weit weg. Man kann es sich einfach nicht vorstellen Stattdessen herrscht die naive Idee vor, dass die Welt sich zum Besseren entwickelt habe und dass die handelnden Personen mittlerweile rational denken. Manche haben den 1. und 2.Weltkrieg schon gar nicht mehr auf dem Schirm.

Andere Probleme sind da wichtiger:

- Soll ich mir ein neues Handy kaufen?
- Soll ich mir ein Tattoo stechen lassen und welches Piercing passt am besten zu mir ?
- Ist mein Tattoo noch zeitgemäß?
- Soll ich mir das neueste Videospiel kaufen?
- Wo gibt es die beste Burgerbude?
etc.

Im WDR2 Hörfunk kapriziert man sich zur Zeit darauf, das Teebeutelwerfen zu vervollkommnen und das WDR Fernsehen "macht" bald "an".

Aber wenn es soweit sein sollte mit dem 3. Weltkrieg, sage ich mit Sicherheit Bescheid!
Bevor ich verdampfe!

Vielleicht sollte ich auch damit anfangen, Teebeutel zu werfen. Oder mal wieder jemanden anmachen.

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1,5 Millionen beim Kölner Rosenmontagszug, wahlweise auch in Düsseldorf, und das gleichzeitig.
1,2 Millionen zum Papstbesuch auf dem Marienfeld bei Köln. Geht das überhaupt?
Rechnen wir mal nach! Das Marienfeld ist 2,6 Millionen Quadratkilometer groß. Das heißt: für jeden Teilnehmer stand theoretisch nur eine Fläche von 1 Meter 48 mal 1 Meter 48 zur Verfügung. Und in der Wikipedia steht sogar noch: "Eine große Anzahl von Pilgern übernachtete ohne Zwischenfälle auf dem Marienfeld."
Wer glaubt das???

Der Kölner Rosenmontagszug bewegt sich auf einem Zugweg, der überschlägig eine Gesamtfläche von etwa 67.000 qm umfasst.
Stünden also beispielsweise 8 (!) Menschen dichtgedrängt auf einem Quadratmeter auf dieser Fläche, so ergäbe das eine Menschenmenge von 540.000. Wo ist da noch Platz für einen Rosenmontagszug? Wie kommt man da auf 1,5 Millionen Besucher des Kölner Rosenmontagszuges?

Wie viele Menschen passen in die Straßen der Kölner Innenstadt? 5 Millionen, oder 10 Millionen?


Laut einem Artikel des Kölner Stadtanzeigers vom 24.9.2010 sagt ein ranghoher Kölner Polizeibeamter, der nicht namentlich genannt werden wollte: „Teilen Sie diese so genannten offiziellen Zahlen durch drei, dann erhalten sie in etwa die tatsächliche Besucheranzahl.“ Daraus folge: „Zu keinem Rosenmontagszug in Köln kommen mehr als
400 000 Zuschauer.“
Dem Zug beiwohnen können auf der 7 bis 8 km langen Zugstrecke theoretisch maximal 200.000 Besucher bei einer maximalen Personendichte von 8 Personen auf einem Quadratmeter.


Die Besucherzahlen sind Propaganda, die dazu dient, Städte wie Köln und Düsseldorf im Glanze dieser Zahlen als ganz große Nummer darstellen zu können. Es ist reines Marketing, denn je höher die Besucherzahlen, desto attraktiver ist ein Event für die Sponsoren.

Der WDR macht da zum Beispiel auch gerne mit. Schließlich sitzt der in Köln und Düsseldorf.

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